Willi Schwenkmeier wurde im Herbst 1951 in Traunstein geboren, ging dann durch die harte Schule des Chiemgau-Gymnasiums, wo er Freundschaften fürs Leben schloss. Nach dem Abitur studierte er Germanistik und Geschichte. Nach sechs Jahren freiem Studentenleben in München verschlug es ihn zum ersten Schuleinsatz ins tiefste Niederbayern; aus dem Kulturschock wurde Bayerwaldliebe. Seit Februar 1981 unterrichtet er an der Traunsteiner Reiffenstuel-Realschule.

Spätestens mit fünfzehn wurde er vom Bergbazillus genauso befallen wie vom Schwammerlsuch-Virus. Der Fußball war in dem Augenblick abgehakt, als die Kletterrouten schwieriger und die Skitouren verwegener wurden.

1986 heiratete er und zog nach Siegsdorf um. Heute ist er stolzer Vater von mittlerweile erwachsenen Zwillingsmädchen, die so wie er selbst "bergnarrisch" und naturverbunden sind. Bei historischen Erklärungen verdrehen sie gern die blauen Augen: Ned scho wieda ...!
Wer die Berge quasi vor der Haustür hat, ist selber schuld, wenn er nicht raufsteigt.


So Mitte der achtziger Jahre forcierte er dank Hans Helmberger (Traunsteiner Wochenblatt) und Elmar Landes (DAV-Mitteilungen) zum alpinen Schreiberling. Lange Jahre war er im Redaktionsausschuss der DAV-Mitteilungen. Die grandiosen Reiteralm-Feste wichen mehr und mehr der Schreibtischarbeit, das Interesse am Chiemgau wuchs. Lange Jahre erstellte er Touren- und Ausflugstipps bei Radio Chiemgau.

Zunächst als Landsknecht und später als Scharfrichter begleitet er bis heute den "Traunsteiner Georgiritt".

Ein Aha-Erlebnis im wahrsten Sinne bedeutete für ihn die Lektüre von Thomas Bernhards "Ein Kind"; seither nennt er sich eingefleischter und unverbesserlicher Berhardianer. Überhaupt die Literatur . . .
Neben Thomas Bernhard wurden für ihn wichtig: Christoph Ransmayr, Bernhard Setzwein, Humbert Fink (wer kennt den noch?), und und und ...
Immer wieder entdeckte er die Klassiker neu, ist aber genauso offen für alles Gegenwärtige, wenn es gut ist - so gut und süffig wie die Musik von Quadro Nuevo.

Um die Jahrtausendwende begann er wieder etwas Neues: Theaterspielen im Traunsteiner NUTS, Texte lernen, auftreten, den Regisseuren zum Haareausraufen verhelfen, macht ihm ungeheuer Spaß. Bekannt wurde er dadurch nicht nur im Chiemgau.

Er veröffentlichte bis heute viele Artikel in diversen alpinen und anderen Zeitschriften;
er schrieb auch Beiträge für Bücher und findet mit seinen Freunden immer wieder neue Themen, die sich lohnen, sie in Bücher und Bilder zu fassen.

Er hält Vorträge vorrangig über seine Heimat (Thomas Bernhard und Traunstein, über den Chiemgau) und über alles Mögliche, nur interessant muss es sein, sich mit der Thematik zu beschäftigen. Nie nachlassen, immer neue Herausforderungen suchen, das ist seine Devise. Sehr, sehr wichtig sind ihm die Freundschaften mit den Huber-Buam, mit Reinhold Messner, denn so meint er: "Das erweitert enge Horizonte, genauso wie gute Literatur."

Das Wichtigste aber bleibt seine Familie, die über allem steht; gleich danach kommt das Gebirg und der private, vertraute Freundeskreis, ohne den alles viel ärmer wär; den braucht Willi Schwenkmeier wie die Luft zum Schnaufen.


 

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